Alle Einträge vom Februar 2006

Vorstoß in die Lippenpflege

Lippenpflegestift Meine Hände und Lippen behandele ich oft stiefmütterlich. Regelmäßig vergesse ich, sie einzucremen. Die Folge? Spröde, aufgerissene Lippen und raue, stellenweise blutige Hände. Das es noch schlimmer kommen kann, habe ich gestern erfahren.

Ich lag noch halb schlafend im Bett, da spürte ich eine sonderbare Bewegung auf meiner Wange. Ich griff mit meiner Hand an die Stelle und als ich sie zurückzog, sah ich Blut. Meine Unterlippe war aufgeplatzt und blutete und es war nicht nur ein Tröpfchen, sondern ein munter fließender Bach.

Nachdem die Blutung gestillt war, wusste ich, so geht es nicht weiter. Es muss gecremt werden. Aus dem nahen Rewe und Aldi versorgte ich mich mit Munition für meinen Aktionsplan:

  1. Zwei Balsamlippenstifte von Today. (Doppelpackung für 1,49 Euro, Qualität vergleichbar mit Labello) Einer für die Wohnung, der andere für unterwegs.
  2. Eine Tube flüssiger Lippenbalsam von Blistex (versuchsweise)
  3. Eine Tube Melkfett mit Feuchtigkeitspflege und Aloe Vera . (Handcreme von Nivea hatte ich noch zu Hause)

Erste Ergebnisse nach 30 Stunden Praxistest: Nach sehr regelmäßigem Eincremen und Einbalsamieren, sind meine Hände bereits streichelzarter und meine Lippen weicher. Noch besser: Ich kann meinen Mund zu einem Lächeln in die Breite ziehen, ohne dass etwas spannt, platzt oder gar blutet.

Blistex’ flüssigen Lippenbalsam kann ich nur bedingt weiterempfehlen. Einerseits lässt er sich leicht auftragen und verteilen, schützt recht lange und zieht gut ein. Andererseits „duftet“ er meiner Meinung nach viel zu kräftig (zumal der Mund gleich unterhalb der Nase zu finden ist) und treibt mir regelrecht Tränen in die Augen. Ich bevorzuge die Balsamstifte.

Bild: Wikipedia

Kalorienreiches Familientreffen

Vergangenen Freitag feierte meine Großmutter ihren 81 Geburtstag. Zu diesem Zweck fand ein dreitägiges Familientreffen im Haus meiner Mutter statt. Wobei Familientreffen hier als Synonym für Fressorgie verstanden werden muss. Verständlich, dass im Vorfeld wahre Horrorszenarien durch mein Hirn schossen. Ich sah mich schon mit 10 neu dazu gekommenen Kilos nach Hause zurückkehren. (Erwähnte ich bereits meine blühende Phantasie und deren Hang zur Übertreibung?)

Nun, so schlimm war es nicht. Es half das grottenschlechte Restaurantessen am Freitagabend (nicht zu vergessen der miserable Service). Samstag und Sonntag war zwar Schlemmen angesagt, doch gelang es mir, mich ein bisschen zurückzuhalten. Zur Belohnung zeigte die Waage heute Morgen 86,9 Kilo an. Eine Zunahme von 400g seit letztem Donnerstag. Bedenkt man normale Gewichtsschwankungen und die herannahende Periode, kann ich damit zufrieden sein.

Vorgeschichte

Feuer.

Ich war ein kräftiges Kind, kein fettes, aber ich kam mir immer fett vor. Meine Eltern trennten sich, wir zogen in ein anderes Bundesland. Während der Umzug im vollen Gange war, hatte ich einen Reitunfall. Kopfverletzung, Krankenhaus, 1-jähriges Verbot jeglicher Bewegung, die über langsames Gehen hinausging. In diesem Jahr nahm ich zwanzig Kilo zu. Die Kilos blieben.

Später machte ich sechs Wochen Kur in einem Kinderkurheim. Ich hatte diese Kur gewollt – bis zu dem Zeitpunkt, als ich die Station sah. Es war grausam. Sechs Kilo nahm ich ab. Langsam, aber beständig legte ich zu und zu und zu. Ich nahm an einem Programm unserer Hausärztin teil. Pulverfressen unter ärztlicher Anleitung. Nach zwei Wochen musste beim Gedanken an das Pulver fast erbrechen. Ob und wieviel ich dabei abnahm, weiß ich nicht mehr.

Als ich zwanzig war, wollte ich meine Cousine nach Thailand begleiten. Land der kleinen Leute. Ich nahm zehn Kilo ab – von 91 auf 81 Kilo. Der Sommer war toll. Ich fühlte mich gut und schön und grossartig. Es half, dass Thais nicht mit Komplimenten sparen. Im Anschluß an diesen Sommer traf ich eine wichtige Entscheidung. Danach kehrte der alte Trott wieder ein.

Drei Jahre später ging ich zu den Weight Watchers. Mein Startgewicht? 97 Kilo. Der Schock, den ich in diesem Moment empfand, half konsequent zu bleiben. Innerhalb eines Jahres nahm ich 24 Kilo ab und hielt das Gewicht ein paar Monate. Danach gings wieder aufwärts.

Mit einem Startgewicht von 88,4 Kilo beginne ich neu. Es soll das letzte Mal sein. Etwas ist diesmal anders. Ich akzeptiere, dass ich Ängste und Schwächen habe, die mir im Wege stehen. Nicht nur bei der Abnahme, sondern in vielen Bereichen meines Lebens. Ich weiß das jetzt.

Mein Ziel ist nicht ein dünneres, sondern ein gesünderes, fröhlicheres und stärkeres Ich.

Links rund ums Abnehmen: Teil II

Petras Pfundsweiber Petras Pfundsweiber. Petra hat viele starke Frauen um sich geschart, die sich gut finden, zu ihrem Gewicht stehen und Spaß haben wollen. Pfundsweiber halt.

Ich bewundere diese Frauen. Viele Dicke und ehemalige Dicke, können sich selbst, ihr Gewicht, nicht akzeptieren, egal wie viel die Waage anzeigt. Manchmal habe ich Angst, dass auch ich nie zufrieden sein werde. Pfundsweiber machen mir Mut.

Meiga.de - Meine Gewichtsabnahme. Meiga.de – Meine Gewichtsabnahme ist eine Community mit über 1400 Mitgliedern, die einen monatlichen Beitrag von 1,25 Euro zahlen. Dafür steht ihnen eine Rezeptbörse, eine Kleiderbörse ein Forum, ein Chat und mehr zu Verfügung. Von außen macht die Community einen sehr aktiven Eindruck. Jeden Monat finden deutschlandweit von Mitgliedern organisierte Treffen statt. Wir Nicht-Mitglieder können immerhin die Abnahmeerfolge (mit Vorher/Nachher-Bildern) bewundern.

Fettrechner Fettrechner macht das Ausrechnen des Fett- und Kaloriengehalts von Lebensmitteln einfach. Man gibt die Lebensmittelart in das Suchfeld ein, wählt das gewünschte Produkt aus, spezifiziert die Menge und schon erhält man die gewünschten Angaben. Zusätzlich wird ein Wert „P“ errechnet, der Weight Watchersâ„¢ POINTSâ„¢ gleicht. Wer mag, kann die errechneten Werte per E-Mail verschicken. Nachtrag: nicht vergessen sollte man die praktische Kalorienverbrauchsrechner für jede Menge Sport- und Bewegungsarten sowie den BMI-Rechner.

Ernährungstagebücher selbstgemacht

Ausschnitt eines alten Pointstagebuchs Ich muss oft grinsen, wenn ich im Internet überteuerte Weight Watchers* Pointstagebücher zum Verkauf angeboten sehe. Der Spruch eines WW-Mitglieds hat mich einmal fast aus den Latschen gehauen: „Eigentlich lerne ich bei den Treffen nichts mehr. Ich bleibe wegen der Pointstagebücher.“

Liebe Abnehmgemeinde, es gibt sicherlich sehr viele gute Gründe wöchentlich zu einem Treffen der Weight Watchers zu gehen, die Tagebücher, allerdings, sollten nicht dazu gehören.

Es ist wirklich nicht schwierig, sich eine Liste anzulegen, mit der man seine tägliche Points- oder Kalorienaufnahme verfolgt. Welches Medium man wählt, handschriftliche Zettel oder Computer-Datei, ist Geschmackssache, das Grundprinzip bleibt das selbe:

Man nehme zwei Spalten. In eine trage man die verzehrten Lebensmittel ein (und eventuell die Menge), in die zweite die dazugehörigen Points oder Kalorien. Das war’s! Der Phantasie sind natürlich keine Grenzen gesetzt.

Eine gute Praxis, die mir selbst schon geholfen hat, ist es, die Listen aufzubewahren. Wenn’s essenstechnisch mal nicht so gut läuft, hat man so Inspiration gleich zur Hand.


*Weight Watchers und Points bzw. POINTS sind eingetragene Marken der Weight Watchers International, Inc.

Zähneputzen gegen Schokohunger

Zahnbürste

Gegen den kleinen Appetit zwischendurch hilft Zähneputzen. Besonders Kräutergeschmack vertreibt jeden noch so hartnäckigen Heißhunger auf Schokolade.

Bild: Wikipedia