Alle Einträge vom März 2006

Eine nicht zu empfehlende Methode

… seine Nahrungszufuhr einzuschränken, ist, sich beim ersten Bissen Zunge und Gaumen zu verbrennen.

Gewichtsschwankungen während der Periode

Ich war über die relativ große Zahl an Besuchern überrascht, die über Suchanfragen wie „Gewichtsschwankungen + Periode“ auf Fett weg! gestoßen sind. Sei hilfsbereit, dachte ich, und googelte drauf los, um Leute auf informativere Seiten verweisen zu können. Doch – Pustekuchen! So einfach ist das nicht.

Gibt man die nahe liegenden Stichworte (Menstruation, Zyklus, Periode, Gewicht, Zunahme,…) in jedweder Kombination ein, erhält man auf den ersten Seiten von Google kaum seriöse Ergebnisse. Ein Vermerk von netdoktor.de erwähnt Gewichtszunahme als eines von mehren Symptomen von PMS (Prämenstruelles Syndrom), ein Flugblatt von pro familia (pdf) enthält dazu ganze zwei Sätze:

Während der Menstruation wird im Körper vermehrt Wasser eingelagert. Das wird aber nach der Regel wieder ausgeschwemmt.

Mehr iss nich’.

Zugegeben, eine längere, gut vorbereitete Recherche hätte vielleicht bessere Informationen ausgegraben. Aber: so viel zu tun, so wenig Zeit, so sehr liebe ich meine Leser dann doch nicht.

Immerhin, ganz umsonst war mein Suchen nicht. Zwei Perlen konnte ich entdecken (die allerdings nicht viel mit dem ursprünglichen Thema zu tun haben): Mahkah.com befasst sich in der Rubrik „Frauenkraft“ mit der spirituellen Seite des Zyklus. (Die Übung „Tanz das Blut“ gegen starke Krämpfe liest sich faszinierend.) Und schließlich erfährt man auf Mum.org, The Museum of Menstruation, wirklich alles, was man schon immer (oder noch nie) über „die Tage“ wissen wollte.

Tomaten-Mozzarella-Brötchen

Tomaten-Mozarella-Brötchen

Mein Frühstück und, indirekt, meine neue Kamera, eine Fuji FinePix F10. Neu klingt irreführend, denn es ist meine erste Kamera. Punkt. Dazu kommt, dass ich in den letzten 15 Jahren vielleich drei bis vier mal eine in der Hand hielt, um andere Leute zu knipsen. Fühlt euch gewarnt und macht euch auf viele unscharfe Lebensmittelfotos gefasst.

Nein, ernsthaft: ich werde versuchen, es nicht zu übertreiben. Ehrenwort. Wirklich!

~*~

Tomaten-Mozzarella-Brötchen, ich liebe es! Denn a) schmeckt es gut und b) kann ich so schon eine Portion Grünzeug (in diesem Fall: Rotzeug) von der Sollliste streichen. Wie man sieht, kann ich es gar nicht abwarten, bis es endlich wieder richtig leckere Tomaten gibt.

Die Zubereitung ist denkbar einfach: Tomaten und Mozzarella in Scheiben schneiden, Brötchen aufschneiden und Tomaten und Mozzarella abwechselnd auf die Brötchenhälften legen. Mit Salz und Pfeffer würzen, Basilikumblätter zerrupfen und drüberstreuen. Genießen.

P.S. Im Foto sind keine Basilikumblätter zu finden. Da hat die Köchin wohl nicht richtig geplant.

Tomaten-Mozzarella-Brötchen

238 kcal, 7,1 g Fett, 4,7 Points

Zutaten:
Brötchen, frisch oder frisch aufgebacken
1/2 Kugel Mozzarella light, ca. 60 g
Tomaten nach belieben
Salz, Pfeffer
Basilikumblätter

85,9 Kilo

Wiegetag Ein Kilo mehr als letzte Woche. Keine Überraschung, denn meine Periode hat begonnen.

Das Gute daran, alles was man isst aufzuschreiben, ist, dass man sich bei so einer Zunahme absolut sicher sein kann, nichts falsch gemacht zu haben. Manchmal bleibt einem nur, mit den Schultern zu zucken und der Natur ihren Lauf zu lassen. (Ungerecht: Männer nehmen ohnehin schon schneller ab UND haben keine Periode. Einfach nicht fair.)

Tatsächlich ist das Kilo ziemlich im Rahmen dessen, was ich von mir kenne. Die letzten Wiegetage hatte ich das Glück, von der Waage immer in leichten Momenten erwischt worden zu sein. Doch wie ich ja schon zugegeben habe, wiege ich mich durchaus öfter (nicht täglich, aber fast) und kann daher mitteilen, dass mein Gewicht oft ziemlich stark schwankt.

Das Kilo ist okay. Nicht berauschend, nicht besonders motivierend, aber okay.

Dankbarkeit

Es ist gekommen und lebt sich ein.

Der gute Post-Mensch hat wahrscheinlich gedacht, ich hätte sie nicht mehr alle, als ich ihm breit grinsend ein lautes “Danke! Danke!” entgegen jubelte.

***

Ich weiß nicht mehr wann es war, gestern oder vorgestern, da bin ich durch die Programme geswitcht und ganz kurz, nicht mal eine Minute, auf Kabel 1 oder RTL 2 hängen geblieben.

Ein sehr, sehr dicker Mann müht sich von seiner Haustür bis zum Bürgersteig, wo er sich keuchend an einem Laternenpfahl festhält. Der gewaltige Bauch reicht ihm bis zu den Knien, die Proportionen sind fast grotesk verzerrt. Eine Reporterin fragt aus dem Off, warum er stehen geblieben sei, wie er sich fühle.

Er habe Knieschmerzen, antwortet der Mann.

Ich schaltete weiter und kurz danach ab. Weil ich ohnehin nichts mehr gucken wollte, weil ich nicht Zuschauer in einer menschlichen Freakshow sein wollte, weil es mir gut ging und ich wollte, dass es so bleibt, aber auch, weil ich etwas fühlte, von dem ich nicht wusste, ob ich es fühlen durfte. Riesengroße Dankbarkeit.

Dankbarkeit ist ein Gefühl, das ich meinen Körper gegenüber nicht oft verspürt habe. Gut, vielleicht ist das nichts besonderes, denn wieviele Menschen sind ihren Körpern schon dankbar? Kann man einem Körper dankbar sein? Aber ich bringe meinem Körper Gefühle entgegen. Meistens negative Gefühle: Ekel, Abscheu, Frustration, Enttäuschung, Ungeduld, ein difuses Unwohlsein.

Der Mann im Fernsehen hat mir gezeigt, wie viel es gibt, wofür ich dankbar sein kann. Ich kann weite Strecken gehen. Ich passe in Sitze von Bussen und Bahnen. Ich kann im Stehen meine Füße sehen, meine Schuhe binden, meinen Hintern abwischen. Ich kann Treppen steigen, meine Beine überschlagen, passe hinter Lenkräder und in meine Dusche (und Badewannen). Ich bin, so weit ich weiß, gesund. Ich habe keine Diabetes, keine Rücken- oder Knieschmerzen, ich kann Kinder bekommen.

Selbst mit meinem Höchstgewicht konnte ich das alles. (Na ja, in der Badewanne wurde es langsam eng). Selbst in Zeiten, in denen ich mich habe gehen lassen, in denen ich gefressen und geheult habe, in denen ich mich häßlich, fett und verloren fühlte, konnte ich das alles.

Es gibt so viel, wofür ich dankbar sein kann. Es geht mir gut.

Manchmal kommt es anders

Der versprochene nächste Teil der Serie “Erfolgreich abnehmen mit Mini-Zielen” zum Thema Ernährungstagebücher wird auf nächste Woche verschoben. Das hat zwei Gründe:

  1. Zwar bin ich ziemlich zufrieden mit mir, war die letzten Tage sehr diszipliniert, habe alles aufgeschrieben und meine sogar, schon interessante Entdeckungen gemacht zu haben. Andererseits fühle ich mich in meinen Erkenntnissen noch nicht so gesichert, dass ich darüber schreiben möchte, besonders nicht, wenn das Geschriebene auch anderen Lesern Informationen bieten soll.
  2. Ich habe eine größere Besorgung getätigt, die (büdde,büdde,büdde) heute geliefert wird. Bin ganz aufgeregt und lese viel im Internet, um mich vorzubereiten. Da blieb für dieses Blog nur wenig Zeit. Ich hoffe, mein Blog wird mir verzeihen. Immerhin plane ich, meine Besorgung* auch zum Nutzen und Wohle von Fett weg! einzusetzen. (*Etwas mysteriös, ich weiß, aber ich bin ganz kribbelig vor lauter Vorfreude und kann es noch gar nicht glauben. Es ist das teuerste und spannendste, was ich mir seit vielen, vielen Jahren geleistet habe.)

Die Ankündigung nicht einzuhalten tut mir leid. Auch, weil Fett weg! schließlich meiner Selbstkontrolle dienen soll und Disziplinlosigkeit ist dabei nicht förderlich. Aber aus den oben genannten Gründen fühle ich mich mit der Verschiebung wohler.

Um den Artikel mit einer positiven Note ausklingen zu lassen: Da das mit den Ernährungstagebüchern so gut funktioniert, achte ich schon verstärkt darauf, mehr Obst und Gemüse zu essen. Ebenfalls bisher recht erfolgreich (mein derzeitiges Tagesziel sind drei Portionen), wenn auch noch nicht ganz so abwechslungsreich wie von Ärzten und Apothekern empfohlen.

Quickies III

Frühlingserwachen

Blumen Der Frühling hat mich überrascht.

Gestern ging ich dick eingemummelt aus dem Haus, letzte Besorgungen fürs Wochenende erledigen und nach zehn Schritten merkte ich, etwas war anders. Die Luft roch anders, schmeckte anders, fühlte sich anders an. Es war warm.

Leute waren unterwegs und hasteten nicht von einem Geschäft zum nächsten sondern blieben stehen, unterhielten sich, telefonierten, aßen Eis. Farbe! Weniger schwarze Winterjacken.

heute spielten Kinder draußen. Die Sonne schien, blauer Himmel mit weißen Wolken. Aus meinem Gang zur Wahlurne machte ich einen schönen Spaziergang. Viele, viele Familen und Pärchen waren unterwegs. Den ganzen Tag war das Fenster offen und die Heizung abgedreht und ich habe kein einziges Mal gefroren. Es ist warm, es ist hell.

Es ist Frühling und ich liebe es!

Erfolgreich abnehmen mit Mini-Zielen

Erfolgreich abnehmen mit Mini-Zielen Zu Beginn einer Abnahme steht man vor einem gewaltigen Berg. Ich spreche nicht von den Kilos, die man verlieren möchte, sondern von dem Konzept „Ernährungsumstellung“ oder gar „Veränderung des Lebensstils“, das bewältigt werden will.

Wie war das doch gleich? Weniger essen, mehr bewegen, nichts Süßes, nichts Fettes, mehr Obst, mehr Gemüse, mehr trinken, aber bloß keinen Kaffee? Puh.

Wir haben gelernt, in Etappenzielen abzunehmen und uns für kleine Erfolge zu belohnen. Jetzt ist es an der Zeit, das Riesenprojekt Ernährungsumstellung in kleinen Schritten anzugehen. Diese kleinen Schritte meine ich, wenn ich von Mini-Zielen spreche.

Mini-Ziele entwickeln

Um seine Mini-Ziele zu entwickeln braucht man Papier und Bleistift sowie eine ruhige Minute. Man beginnt, indem man sich zwei Fragen stellt: „Was möchte ich erreichen?“ Gefolgt von „Was muss ich dafür tun?“
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Das Geheimnis der Stars: Retusche

Mal ehrlich: Wer von uns wurde bei seinem Entschluss abzunehmen nicht von den perfekten Körpern in Hochglanzmagazinen inspiriert?

Ich sach’s mal so, wenn es uns um Perfektion ginge, könnten wir alle gleich aufgeben.

Das Blog Weight Watchers Australia info verlinkt einige professionelle Photoshop-Künstler, die aus einem hübschen Mädchen ein Titelmodell zaubern oder eine Person um zwanzig Jahre verjüngen können.

Hm.