Portionsgrößen

Eine alte Küchenwaage Als ich mich Mitte Januar dazu entschieden hatte, die Sache mit dem Abnehmen doch mal ernsthafter anzugehen, war das erste was ich tat, die Portionsgrößen zu normalisieren.

Ich neige dazu, solange zu essen, bis nicht nur der Teller, sondern auch sämtliche Töpfe und Schüsseln geleert sind. Mein Körper kennt kein natürliches Sättigungsgefühl. Ich musste daher lernen, mich zu einem gesunden und gemäßigten Essverhalten zu zwingen.

Natürlich ist es praktisch, einen Kochbeutel Reis in den Topf zu werfen oder Nudeln “nach Gefühl” ins Kochwasser zu geben. Neugierig rechnete ich einmal aus, was mich so ein Nudelberg an Kalorien kostet (470). Von diesem Ergebnis war ich recht erschrocken. Seitdem messe ich Lebensmittel gewissenhaft ab, bevor ich sie zubereite. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt Portionsgrößen von ca. 75g–90g für Nudeln und Reis (trocken) und 250g–300g für Kartoffeln.

Für meinen Speiseplan habe ich die Angaben der DGE etwas reduziert (möchte schließlich abnehmen) und komme damit sehr gut zurecht. Es war sogar überraschend einfach, auf die kleineren Portionen umzustellen. Ich hatte kein einziges Mal starke Hungergefühle. Allerdings achte ich auch sehr darauf, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu mir zu nehmen.

Erste Langzeitwirkungen durfte ich bereits erleben: Vergangenen Samstag hatte ich mir Lasagne gegönnt, richtig viel, ohne auf die Menge zu achten. Eine knappe Stunde nach dem Essen bekam ich Bauchschmerzen, nicht wirklich schlimm, aber ungewohnt. Bleischwer lag die Pasta in meinem Magen. Ein Zeichen, dass er sich an die kleineren Portionen gewöhnt hat und gegen die inzwischen ungewohnten Mengen (und das Fett) protestiert? Ich hoffe es.

Bild: stock.xchng

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