Warum könnte? Ich kann!

Bin gerade von einem schönen Abendspaziergang zurückgekehrt, den ich beinahe nicht unternommen hätte.

Vor etwa einer Stunde erwischte ich mich dabei, wie ich aus dem Fenster schaute und dachte, wie schön es doch draußen sei. Vielleicht könnte ich morgen einfach mal spazieren gehen.

Kaum hatte ich diesen Gedanken ausgedacht, schrillte eine imaginäre Alarmglocke. Ich spulte zurück. Wie war das doch gleich? Spazierengehen, gut. Einfach mal, warum nicht? Aber könnte? Und morgen? Es braucht kein Diplom in Auf-die-lange-Bank-schieben, um zu erkennen, dass ich genau das tat. Und aus “morgen” und “könnte” wird bei mir schnell “nie” und “mit Sicherheit nicht”.

Aber warum? Spazierengehen ist doch keine Strafe, nichts Unangenehmes? Nun, darauf wusste ich keine Antwort und nach tiefenpsychologischer Selbstanalyse war (und ist) mir im Moment nicht zumute. Also schnappte ich mir Schuhe, Jacke und Hausmüll (den ich nicht mit mir spzieren trug, sondern in den vorgesehenen Container warf. Warum zweimal gehen, wenn einmal reicht?) und erkundete einen Teil meiner Nachbarschaft, in dem ich bisher viel zu selten war.

Es war still und ruhig und schön. Ich bin froh, dass ich konnte.

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