84,8 Kilo

Wiegetag Fast wäre der 5. April 2006 als der Tag in die Geschichte eingegangen, an dem ich zum ersten Mal der Selbstverpflichtung, hier wöchentlich mein Gewicht festzuhalten, nicht nachgekommen wäre. Offenkundig ist diese Gefahr zunächst noch einmal gebannt, doch es bedurfte eines hartnäckigen schlechten Gewissens, welches mich nicht zur Ruhe kommen ließ.

Als ich mich nach dem Aufstehen auf die Waage stellte und diese 85,0 Kilo anzeigte, ergab sich eine kurze aber heftige Mensch-Technik Diskussion, in der ich meine Glaswaage an den Bestandteil “Glas” in ihrem Namen erinnerte und daran, was mit Glas passiert, wenn es mit genügend Energie auf härtere Materialien trifft. Die Drohung muss gewirkt haben, denn beim zweiten Waaggang, wog ich plötzlich 84,8 Kilo, eine Zahl, die sich in zwei kurzfristig angesetzten Überprüfungen bestätigte.

100 Gramm in zwei Wochen. Nicht gerade zum Freudensprünge machen. Ich weiß, die Zahl ist nicht unbedingt aussagekräftig, schließlich habe ich mich die letzten Tage täglich gewogen. Besäße meine Waage keine Digitalanzeige, sondern eine Nadel, könnte man die Ausschläge durchaus mit denen einer wild gewordenen Kompassnadel vergleichen. Munter tanzte sie zwischen 84,6 und 86,0 Kilo umher. Ich wünschte nur, heute wäre sie bei 84,6 geblieben.

Vermutlich ist dies der Nachteil eines wöchentlichen Wiegeplans. Während bei kontinuierlicher Abnahme die Ausfälle nach oben nicht zu sehen sind, sieht’s in weniger kontinuierlichen Momenten so aus, als täte sich gar nichts.

Nun ja, mit etwas Glück ist heute der letzte Tag meiner Regel. Ich hoffe auf schönere Zahlen in der nächsten Woche.

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