Abschied von einer Hose

Riss in Hose

Es war nicht irgendeine Hose, die ich heute zu Grabe, Pardon, in den Hausmüll getragen habe. Es war meine Lieblingshose. Robustes Beinkleid, gute Begleiterin über lange Jahre. Mal kneifend, mal rutschend, hat sie mir stets treue Dienste geleistet.

Am Anfang dieser Woche war es, ich war gerade im Prozess mich hinzuknien, da hörte ich ein seltsames Geräusch. Es klang, wie das langsame Öffnen eines Klettverschlusses. Sofort wusste ich, dass etwas furchtbares geschehen war. Nähere Inspektion brachte es ans Licht. Ein langer Riss verlief entlang der inneren Naht. Heilbar? Unwahrscheinlich. Doch selbst wenn, war es an der Zeit, der Realität ins Auge zu blicken.

Ein großer schwarzer Müllcontainer

Was vor Jahren bequem und leger war, schlapperte inzwischen ausgebeult, an den Säumen ausgefranst und stellenweise abgerieben. In respektabler Gesellschaft konnte die Hose schon lange nicht mehr getragen werden. Dennoch brauchte ich mehrere Tage, um die schwere Entscheidung zu treffen: Meine Hose würde endlich ihre wohlverdiente Ruhe finden.

Hose in Container

Mit meiner Lieblingshose ist gleichzeitig die größte Kleidergröße aus meinem Schrank verschwunden. Dies ist, wie man im Englischen zu sagen pflegt, the point of no return.

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