Ein Nachmittag in der Karlsaue

Pavillon auf einer Insel in der Karlsaue.

Kassel hat zwei wunderschöne Parks: den Bergpark, vom Herkules gekrönt und die nahe der Innenstadt gelegene Karlsaue. Beide sind von Charakter und Atmosphäre grundverschieden, doch beide sind absolut sehenswert und jedem Besucher der Stadt zu empfehlen.

Nach Berg war Tapsi und mir gestern nicht wirklich zu Mute und so verbrachten wir den Nachmittag in den Karlsauen. Im Park herrscht Leinenzwang, doch seine Weitläufigkeit ermöglicht es, ruhige Wiesen zu finden auf denen man seinen Hund ableinen kann, ohne jemanden zu stören. Tapsi brauchte keine Aufforderung, um in Windeseile einen Stock für ihr liebstes Spiel, Apportieren, herbeigeschafft zu haben.

Während auf den Hauptwegen entlang der Kanäle reger Verkehr herrschte, verirrten sich nur wenige Besucher auf die schmaleren Nebenwege. Dabei gibt es hier die lauschigsten Ecken zu entdecken. Überrascht haben mich die vielen Wildgänse, die auf den Wiesen weideten und recht laut mit einander kommunizierten.

Hier ist ein Satellitenbild der Karlsaue von Google (die Bildqualität ist noch besser als bei goyellow.de). Wir sind mehr gelaufen, als man anhand des Bildes und des Wortes “Park” vermuten könnte. Leider kann ich unseren Weg nicht mehr nachvollziehen, stellt euch einfach zwei enge, sich überlappende Zickzack-Muster vor. Auch vagabundierten wir in Richtung Süden aus dem Park hinaus, die Fuldaauen entlang, was wir aber getrost hätten lassen können; der Weg (es gibt nur einen) ist, um es gelinde zu sagen, uninteressant.

Auf dem Heimweg machten wir noch einen Umweg um dringende Einkäufe zu erledigen (Tapsi wartete mucksmäuschenstill!) und als wir endlich nach Hause kamen, waren wir viereinhalb Stunden unterwegs gewesen. Das schließt eine lange Lesepause auf einer schön gelegenen Bank mit ein. Heute Morgen allerdings machte Tapsi unmissverständlich klar, dass sie für diesen Tag keine längeren Ausflüge wünschte. Daher haben wir “einen Ruhigen geschoben” und nur kleine Runden gedreht. Darf auch mal sein.

Das “Wandern” zeigt Erfolg: heute zeigte die Waage (ich bin für meine Seitensprünge vom Vorsatz “nur einmal wöchentlich wiegen” ja bekannt) 84,9 Kilo an. Und da mein Wiegetag letzte Woche ja auf Donnerstag fiel, ist dies tatsächlich die Woche mit der größten Abnahme bislang. Richtig schön, wieder die vier vorm Komma zu sehen.

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