Alle Einträge vom Mai 2006

85,2 Kilo

Wiegetag Plus dreihundert Gramm. Nicht schlecht, bedenkt man meinen dezeitigen hormonellen Zustand. Den höchsten Punkt der Menstruationsschwankung habe ich bereits wieder hinter mir. Zwischenzeitlich stand die metaphorische Nadel bei 86 Kilo.

Mein Bewegungsziel habe ich diese Woche wieder erreicht, wenngleich mit Ach und Krach. Wäre Montag nicht eine Demonstration über eine längere Strcke dazwischen gekommen, wiese mein Bewegungskonto wohl ein leichtes Minus auf. Die Adrenalinausschüttung, als ein paar Meter von mir entfernt Freunde und Helfer in Grün absolut grundlos Demonstranten niederknüppelten, wird auch ein paar Kalorien verbrannt haben.

Meinen Junk Food Day einzuhalten ist mir immer noch nicht gelungen. Immerhin habe ich weniger zwischendurch genascht als in den vergangenen Wochen. Habe mir vorgenommen, mehr Vitamine zu essen und das funktioniert so lala. Mal von der Heidenarbeit abgesehen, die es jeden Einkauf bedeutet, das grüne Knackige anstelle des schokoladig Schmelzendem in den Korb zu legen, ist es einfach so, dass ungesunde Ernährung die studentische Haushaltskasse weniger belastet als gesunde (spätere Zahnersatzkosten bleiben hier mal außen vor).

Unabhängig von der ganzen Abnehmgeschichte, ging es mir die letzten Wochen nicht wirklich gut. So langsam traue ich mich wieder an die Tastatur, ohne befürchten zu müssen, dass sich meine schlechte Stimmung im Blog niederschlägt. Es kann noch ein bisschen dauern, aber dann werde ich das regelmäßige Bloggen -als Blogger und Leser- wieder aufnehmen.

84,9 Kilo

Wiegetag Die letzten Tage gab’s Blogpause, doch keine Abnehmpause! Minus 0,9 Kilo. Da klaue ich mir doch mal ein TSCHAKKA!! Die Waage veranstaltete seit dem Wochenende einen Tanz um die 85, ich war gespannt wie ein Flitzebogen, wofür sie sich heute entscheidet. 84,9 – damit kann ich gut leben. Und das trotz der großen Portion Tiramisu gestern Abend kurz vorm Schlafengehen…

Ja, ja Tiramisu. Daran könnt ihr erkennen, dass mein Junk Food Friday noch immer nicht sicher verankert ist – schade. Dafür habe ich zum zweiten Mal in Folge mein Wochenziel von 15 Kilometern erfüllt – schön. Abnehmtechnisch eine erfolgreiche Woche, mal schauen, wie die Hormone sich auf die nächste Etappe auswirken werden.

Zu kurz für eine Überschrift

Uh. Nun, das Demonstrieren hat sich auf der Waage nicht, wie erhofft, bezahlt gemacht. Nicht weiter tragisch. An so einem schönem Abend wie diesem gibt es wichtigere Dinge, als über sein Gewicht nachzudenken. Wünsche euch einen ebensolchen.

[Nachtrag 20. Mai] Sorry, leide zur Zeit unter Schreibblockade (oder allgemeiner Unlust?). Ich arbeite noch an meinem Beitrag zur “Wunderdiät” und hoffe sehr, ihn noch dieses Wochenende zu veröffentlichen, werde aber keine leeren Versprechen mehr abgeben.

85,8 Kilo

Wiegetag Minus 100 Gramm also. Das ist besser, als es aussieht, denn diese Woche spielte meine Waage mir Streiche. Zwischendurch war mein Gewicht auf 87 Kilo geklettert. Warum? Ich weiß es nicht. Am Tag zuvor hatte ich einen heftigen Chips-Fressanfall (ja, das macht diese Woche zwei) doch dürfte der eigentlich kein ganzes Kilo Zunahme bewirken. Jedenfalls waren die Zahl 87 und ein Zufallsfund im Internet Anlass, die neue Wunder-Diät (die keine Diät ist) auszuprobieren. Ich werde spätestens Freitag mehr darüber schreiben. Versprochen.

Ich bin auf mein Gewicht morgen früh gespannt. Heute habe ich wenig gegessen und, schlechter Planung sei Dank, fünf Stunden auf leeren Magen demonstriert. Die Strecke war nicht sooo lang, ca. sechs Kilometer, aber es war warm und ich bin viel gelaufen oder habe mir alternativ die Beine in den Bauch gestanden. Dazu kommt das Spielchen hinsetzten, aufstehen, weiterlaufen und zwischendurch ein kleiner Dauerlauf (keine Angst, ich war ganz friedlich!). Jetzt bin ich rechtschaffen k.o.

Rückblickend bin ich mit der vergangenen Woche mehr zufrieden als unzufrieden. Die Fressattacken ärgern mich. Warum zum &§%=! habe ich das Zeug überhaupt gekauft? Der Junk Food Friday-Anteil meines Projekts 15+Friday liegt offensichtlich noch im argen. Andererseits habe ich mich brav regelmäßig bewegt und mein Wochenziel von 15 Kilometern erstmalig geschafft. Darauf bin ich stolz. Letztlich zeigt das Ergebnis in die richtige Richtung. Drüber freue ich mich und wünsche mir das gleiche für die nächste Woche.

Aus der Reihe So nicht, liebe Kinder: Tortilla-Chips.

Tortilla-Chips

Auch eine Methode, seine Tagesration Points zu verbrauchen. Man nehme eine Tüte Tortilla-Chips, eine halbes Schälchen Käse-Dipp, et voilà. :-(

Es geht

Sportschuh Ich bin positiv überrascht von mir: Jeden der vergangenen vier Tage konnte ich mich dazu aufraffen, 3-4 Kilometer zu laufen. Go, me! Strecken- oder Geschwindigkeitsrekorde werde ich vorerst nicht brechen, aber jeder fängt mal klein an, sacht meine Mutta imma.

Letzte Woche habe ich tatsächlich den Tchibo-Schrittzähler gekauft und kann eine hochmotivierende Wirkung feststellen. Während des Gehens schiele ich ab und zu oft auf die Anzeige (muss dazu allerdings mein Shirt hochkrempeln, was wenig elegant aussieht) um mir den neusten Zwischenstand zu holen. Werden dann, sagen wir mal, 5100 Schritte angezeigt und ich bin fast zu Hause, dann dreh ich noch ne Runde extra um den Block, um auf 5500 zu kommen. So kleckern sich die Kilometer auch zusammen.

Wichtig ist, Abwechslung in die Strecken zu bringen. Jeden Tag der selbe Weg langweilt mich zur Aufgabe. Heute führte mich mein Weg in die Innenstadt und dort die gesamte Fußgänger-Einkaufszone hoch und eine Parallelstraße wieder runter. Das war nur möglich weil a) es kurz vor Ladenschluss war und nicht mehr viele Leute im Weg rumstanden unterwegs waren und b) ich gehe, nicht walke, und deshalb ganz normale Kleidung tragen kann. In voller Sportaufmachung durch die Innenstadt zu ziehen wäre nicht mein Ding. (Nicht aus Eitelkeit sondern wegen eines üblen Blamage-Ticks).

Die Waage hat dazu auch eine Meinung, doch da a) (ich hab’s heute mit alphabetischen Listen) noch nicht allzuviele Tage vergangen sind und b) meine Waage sich von Tag zu Tag recht wankelmütig zeigen kann, die Zicke, gebe ich da nicht viel drauf. Außerdem c) könnte es sein, dass meine selbstlose Aufopferung für die Abnehm-Blogosphäre als Selbstversuchskaninchen im Test einer neuen Mode-Diät (die aber keine Diät ist)1, verzerrenden Einfluss auf das Wiegeergebniss hat.

Mit der Bilanz der letzten Tage bin ich zufrieden und zuversichtlich, dass es vergleichbar gut weitergeht.

1Mehr dazu in nicht allzulanger Bälde.

Lebendig

Heftige Gewitter, viel Regen. Spannung ist immer noch greifbar. Es ist nicht schwül, doch ich glaube an weitere Gewitter. Jeden Abend laufe ich eine Runde, die Luft riecht so gut – frisch und klar. Das Grün der Gräser, Sträucher und Bäume scheint satter. Auf Pfützen und unserem kanalisiertem Flüsschen schwimmt Pollen in einer dicken Schicht. Eine Entenmutter lotst ihre winzigen, noch ganz jungen Kücken durch die Strömung. Blütenduft von Flieder und Blauregen hängt schwer in der Luft. Woher so plötzlich?

Verabredungstaumel! Keinen hält es alleine in seiner Wohnung. Grillkohlen glühen scheinbar ohne Unterbrechung. Leute sprechen, lachen lauter. Auch die Farben sind lauter. Rot. Gelb. Rosa (ich hasse es, doch heute liebe ich es). Keine schwarzen Winterjacken mehr. Endlich. Tische auf Terrassen und Bürgersteigen sind zum Bersten gefüllt. Kellnerinnen kommen ins schwitzen.

Lauter Eindrücke prasseln auf mich ein. Wie eine Strömung umspült es mich. Manchmal tauche ich ein, schwimme mit, drehe und wende mich, muss nicht auftauchen. Manchmal stehe ich still. Es zieht an mir, stößt mich in Richtungen, rauscht über meinen Kopf. Ich sehe es, sehe vieles, aber ich kann nicht Teil sein. Ich müsste mich auflösen, doch ich bin fest.

Wer hat Leben auf doppelte Geschwindigkeit gestellt?

Bis Montag.

Internet liebt Atkins nicht mehr

Vergleich des Suchvolumens nach "Atkins" und "Weight Watchers"

Beim Spiel mit Google Trends, habe ich spaßeshalber das Suchvolumen nach den Begriffen “Atkins” und “Weight Watchers” verglichen. Ergebnis: nach einem Höhenflug Anfang 2004 fiel Atkins steil und tief und befindet sich mitlerweile deutlich unter Weight Watchers Niveau. (Immer noch viel zu gut, wie ich meine.)

Kampf dem Schweinehund!

Ehrenwerte Leser, aufrechte Bürger Kleinbloggersdorfs

Der edle Herr Franco ließ mir die Nachricht zukommen, er suche Mitstreiter im Kampf gegen einen wahrhaft schrecklichen Gegner, den Schweinehund. Es graust und zittert mich, das Wort nur auszuschreiben, habe ich doch selbst vor nunmehr einer Woche den Fehdehandschuh geworfen und befinde mich seitdem in erbitterter Schlacht mit dem Untier. Noch lebe ich! Doch, so muss ich mit schwerem Herz bemerken, mein Gegner steht und ist kaum angeschlagen.

Schamesröte stieg in meine Wangen, als ich den Schlachtplan Herrn Francos studierte. Wie Schuppen viel es mir von den Augen! Wo der Einzelne versagt, ist das Werk einer Gemeinschaft gefragt. Gemeinschaft, das Wort sollte keinem Blogger ein Fremdwort sein. Fließt denn nicht das Motto „Nur gemeinsam sind wir stark!“ wie Blut durch unsere Adern?

Wohlan, noch ist es nicht zu spät, Versäumtes nachzuholen. Mit genau gesteckten Zielen und strenger Disziplin, muss es machbar sein, die Bestie zu erlegen. Welches Höllentier hielte schon Stand, gegen die vereinte Macht zahlloser Pedometer, Walkingstöcke und Drahtesel? Daher, ihr Damen und Herren, schließt Euch uns an! Sagt an, in Euren eignen Heroldsblättern, welch Teil zu leisten Ihr bereit seid und wie viel Zeit Eure Attacke in Anspruch nehmen wird. Regelmäßig wollen wir dann zueinander finden um den Frontverlauf vergleichen.

Wer aber sein Versprechen nicht erfüllt, soll nicht aus dem Heer verstoßen werden – dazu ist unsere Schar Verwegener zu klein. Mit Fug und Recht jedoch, erwarten wir Beweise, dass er oder sie bereit ist, den Kampf mit voller Stärke und Geisteskraft wieder aufzunehmen. Ein schneller Lauf in das fünfte Stockwerk eines Hauses und ein öffentlicher Aushang in Reimform, werden als ausreichend betrachtet, so meine Mitstreiter nicht härtere Strafen fordern.

Mein Abschiedsgruß enthält die feste Überzeugung, dass wir das Monstrum gemeinsam bezwingen werden, solange unser Glauben nur stark und unser Wille ungebrochen ist.

The Evolution of Dance

Als jemand ohne tänzerisches Ausbildung oder Talent kann ich da nur staunend den Hut ziehen. Muss außerdem eine Menge Kalorien verbrauchen.