Wer braucht schon Sauna?

Hitzewellen sind Klimaphänomene, auf die ich gut und gerne verzichten könnte. Versteht mich nicht falsch! Ich mag blauen Himmel und Sonnenschein und die Tatsache, sich nicht in zwanzig Quadratmeter Stoff hüllen zu müssen bevor man das Haus verlässt, so sehr wie jeder andere. Aber Temperaturen weit jenseits der dreißig Grad? Nein Danke!

Ab fünfundzwanzig Grad zöge ich am liebsten in ein tiefes, dunkles Kellergewölbe mit meterdicken Mauern um bewegungslos darin zu übersommern. Eine Tropfsteinhöhle tät’s auch.

Da ein selbstgewähltes Kellerasyl leider nicht praktikabel ist, verbringe ich in heißen Sommern meine Zeit vornehmlich und ungewollt mit Schwitzen. Beim ersten Muskelzucken einer Tätigkeit beginnt der Schweiß zu rinnen und etwa eine Stunde nach Einstellung jegweder Bewegung hört er wieder auf. An heißen Tagen sind deshalb folgende drei Dinge in unmittelbarer Nähe von mir anzufinden:

Wer jetzt aber meint, in mir das Klischee des schwitzenden Dickens verkörpert zu sehen (immerhin sang schon Westernhagen einfühlsam “Dicke schwitzen wie die Schweine”), den kann ich vielleicht damit aus der Fasson bringen, dass auch mein Vater – ein natürlich schlanker Mann – schwitzte, als gelte es in Eigenleistung einen Salzsee anzulegen.

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