83,4 Kilo

9. August 2006

Wiegetag Als ich beim gestrigen inoffiziellem Zwischenwiegen die Zahl 83,1 sah, machte meine Vorstellungskraft große Sprünge. Schon sah ich die magische Zahl 82,9 meine Abnehmstatistik zieren. Dass Hochmut vor dem Fall kommt, sollte ich noch am selben Tag lernen. Genauer gesagt am späten Abend, als ich aus unerklärlichem Grund meinte es sei eine vertretbare Idee, eine Tüte Haribo und etliche Schokoriegel innerhalb kürzester Zeit zu verschlingen.

Mein bisher niedrigstes Gewicht waren die 84,1 Kilo der letzten Woche. Dass ich mir keine großen Sorgen machen musste, durch das Schnuckzeug gleich ein ganzes Kilo zuzunehmen war mir klar. Aber in meinem Hinterkopf hatte sich die fixe Idee festgesetzt, die 83,5, die ich in der Blogpause einmal erspäht hatte, zu knacken. Da war die Spannung groß, als ich heute die Waage unter dem Waschbecken hervorzog.

Doch halt! Was war das? Aus Versehen hatte ich einen Schluck Wasser vom Hahn getrunken. Eine heftige innere Debatte entbrannte: Sollte ich einfach das Gewicht von gestern nehmen, offiziell machen? Oder auf morgen warten? Schließlich beendete Ratio-Ich den Disput mit der Feststellung, dass ein einzelner Schluck Wasser schon nicht besonders viel wiegen werde. Nachdem dies geklärt und die Waage an den Badezimmerfliesen ausgerichtet war, konnte das Wiegen beginnen.

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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Leser, liebes Internet,

es ist mir ein besonderes Vergnügen, nach einem harten Ringen um jedes Gramm, nach 269 Tagen der öffentlich demonstrierten Willensstärke, nach Triumphen, Rückschlägen und Phasen der Resignation, die Gesamtabnahme von 5 Kilo oder 10 Pfund oder 11 amerikanischen Pounds bekannt zu geben.

Angesichts dieses phänomenalen Erfolges schreibe ich derzeit am Manuskript meines ersten Buches „Wie ich elf amerikanische Pounds abnahm“. Ich erwarte, dass Verleger mir das Werk nur so aus den Händen reißen werden. Vorbestellungen für signierte Exemplare nehme ich bereits entgegen.

Herzlichst, Ihre Laura X

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Oh. Vielleicht kann es sein, dass mir diese fünf Kilo etwas zu Kopf gestiegen sind. Aber hey: Elf amerikanische Pounds!

6 Reaktionen zu “83,4 Kilo”

  1. 1 Ursel

    Tu doch mal nen Schluck Wasser in eine Tasse und wiege ihn. (Natürlich musst du das Gewicht der Tasse abziehen. Nicht dass du denkst, ich will dich dazu verführen, mit Tricks zu arbeiten.

    PS.: Bin froh, dass du wieder da bist

  2. 2 Laura

    Leider habe ich keine Lebensmittelwaage und die Personenwaage zeigt so geringe Gewichte wie Tassen nicht an. Aber wieviel kann so ein Schluck schon wiegen?

  3. 3 Ursel

    War nur n Witz,
    aber ehrlich gesagt mach ich mir solche Gedanke auch manchmal :-)
    So n Schluck wiegt echt nixx, mach dir keine falschen Hoffnunen. Stell es dir einfach mal vor wieviel das von einem Glas ist. Ein halbes durschnittliches Glas (0,2 l) sind gerade mal 100 g. Da sit ein Schluck, dann vielleicht grad mal 10 – 20 g. Soviel hat meine Waage schon Ungenauigkeit.

  4. 4 Ursel

    Und wieviel Stones sind das????

  5. 5 Laura

    Google sagt 40 kg sind 6,4 stones. Das Kopfrechnen darfst du übernehmen :) .

    Noch mal zum Schluck: Klaro, der Verstand sagt einem, dass die Mengen nicht beachtenswert sind, doch wenn’s ums Wiegen geht, hört jede Rationalität auf. Meine WW-Treffen hatte ich mir zum Beispiel immer auf Vormittage gelegt, so dass ich nüchtern kommen konnte. Abends, nach einem ganzen Tag essen und trinken, hätte ich mich auf das angezeigte Gewicht einfach nicht verlassen wollen.

  6. 6 Ursel

    Bei mir geht das sogar soweit, dass ich drüber nachdenke, ob nicht der Schluck genau der Grund ist, dass meine Waage 100g mehr zeigt. Irgendwo muss doch die Grenze sein, wo das Ding auf statt abrundet ….
    Blöd, wenn ich mir überlege, dass die Waage auch ihre Ungenauigkeiten hat und manchmal noch nicht mal “merkt” dass ich mir, die Schuhe ausgezogen habe ….

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