Persönlich

Fressgier

Offene Haribotüte und Schokoriegelverpackung.
Ich war auf dem bestem Weg zu einem neuen Tiefstand und was mach ich? Stopf mich am späten Abend mit Süßigkeiten voll, das mach ich.

Ein Schritt vorwärts, zwei Schritte zurück, ein Schritt vorwärts.

Vogel Strauß

Sand verkrustet meine Augen, wenn ich spreche knirscht es zwischen den Zähnen. Gerechte Strafe dafür, meinen Kopf zwei Monate in den Sand gesteckt zu haben. Ich sehe meine Probleme nicht, ergo sehen meine Probleme mich nicht. Etwas in der Art muss ich wohl gedacht haben. Pech, dass meine Probleme anders dachten.

Vielleicht werde ich eines Tages mehr dazu schreiben, doch wenn ich heute versuchte, “meine Probleme” weiter auszuführen, würde ich diesen Eintrag wohl weder beenden noch veröffentlichen. Heh. Ich vermute, die Blogosphäre kann auf intime Kenntnisse meiner Kalamitäten gut verzichten.

Stand der Pfunde

Mit dem Wiegen habe ich es in den vergangenen zwei Monaten nicht so genau genommen. Wenn ich mich mal gewogen hatte, habe ich mir die Ergebnisse nicht notiert, so dass eine genaue Rekonstruktion schwierig ist. Mein tiefstes Gewicht in der Zeit war 83,5 Kilo mein höchstes 85,4 Kilo. (Wobei ich im Haus meiner Mutter das surreale Erlebnis hatte, dass die Waage jeden Tag zwei Kilo mehr anzeigte. Bei 88,5 hörte ich auf, mich zu wiegen.) Gestern zeigte die Waage 84,1 Kilo.

Die Shangri-La-Diät

Bevor ich mein Blog einstauben ließ, hatte ich mit der Ankündigung eines Berichts über eine “Wunderdiät” meine Leser auf die Folter gespannt. Da ich vermutlich in den nächsten Tagen nicht dazu kommen werde, einen gut recherchierten und verständlich geschriebenen Artikel zu veröffentlichen, lasse ich die Katze heute (endlich) aus dem Sack.

Die Shangri-La-Diät versucht das Hilfe!-Hungersnot-Verhalten des Körpers zu überlisten, indem der oder die Abnehmwillige jeden Tag eine gewisse Anzahl Kalorien in geschmackloser Form (Öl) zu sich nimmt. Hier ist das Buch des Diät-Erfinders Seth Roberts und hier der informative aber nicht wissenschaftliche Blog-Eintrag, in dem ich das erste Mal von der Shangri-La-Diät las.

Ich selbst habe das Buch nicht gelesen, sondern mir alle wichtigen Informationen aus dem Internet zusammengesucht. So weit ich mich erinnere, ohne noch einmal nachgegoogelt zu haben, gingen die meisten Aussagen in die Richtung, dass es nicht klar sei ob “Shangri-La” tatsächlich wirke, ein Placeboeffekt am Werk wäre oder alles schierer Hokuspokus ist. Doch immerhin waren sich alle sicher, dass kein gesundheitliches Risiko besteht, solange man das Öl nicht literweise runterkippt.

Meine eigene Erfahrung mit “Shangri-La” sah so aus, dass ich knapp drei Wochen lang jeden Tag einen Esslöffel Olivenöl mit zugehaltener Nase schluckte. Später habe ich den Löffel Öl immer häufiger vergessen und da eine unregelmäßige Einnahme für den Erfolg der Diät eher schädlich sein soll, hörte ich schließlich auf. Ich habe in diesen drei Wochen der regelmäigen Einnahme abgenommen. Ob diese Abnahme aber tatsächlich auf “Shangri La” zurückzuführen ist, kann ich nicht mit Gewissheit sagen.

Bleibt die Feststellung, das “Shangri-La” meine erste Wunderdiät war und als solche, wenn auch nicht von überragendem Erfolg gekrönt, doch immerhin eine interessante Erfahrung.

Weight Watchers Werbung?

Zum ersten mal seit langem habe ich diese Woche wieder in die Zugriffsstatistik für Fett weg! geschaut. Dabei fiel mir eine größere Anzahl Besucher auf, die von einem Abnehmforum kamen. Jemand hatte dort einen Link zu meiner Vorher/Nachher-Liste gepostet und im Thread dazu bemerkte ein anderes Mitglied, dass es schien, als handelte es sich bei meiner Seite um Werbung für Weight Watchers.

Werbung? Im Forum habe ich schon geantwortet, dass ich von Weight Watchers nicht bezahlt werde. Allerdings bin ich nach eigener Erfahrung vom WW Konzept größtenteils überzeugt und habe mir oft gewünscht, dass ich früher den Weg in ein Gruppentreffen gefunden hätte. Daher werde ich weiterhin über WW berichten und auch auf Rabattaktionen aufmerksam machen.

Fett weg! ist mein Blog, in dem ich meine Meinung frei äußere. Sei sie positiv (WW) oder zutiefst negativ (Atkins). Dass ich vor Fehlern und Versuchungen nicht gefeit bin, zeigt “Shangri-La”.

Apropos Werbung

Die Anzeigen auf dieser Seite, die nur für Leser sichtbar sind, die nicht kommentieren, haben seit April 11,84 Euro erwirtschaftet. Meine Amazon.de-Affiliate-ID, die ich Links zu Amazon anhänge, wenn ich daran denke, hat mir in den vergangenen zweieinhalb Jahren 2,52 Euro eingebracht.

Wollte ich im Sinne der Transparenz mal loswerden.

Danke

Zum Schluß möchte ich mich bei meinen Lesern bedanken, die immer wieder nachgeschaut haben, ob ich inzwischen aus der Versenkung zurückgekehrt wäre. Als ich die “returning visitors” in der Statistik sah, wurden meine Augen feucht.

Aus der Reihe So nicht, liebe Kinder: Tortilla-Chips.

Tortilla-Chips

Auch eine Methode, seine Tagesration Points zu verbrauchen. Man nehme eine Tüte Tortilla-Chips, eine halbes Schälchen Käse-Dipp, et voilà. :-(

Lebendig

Heftige Gewitter, viel Regen. Spannung ist immer noch greifbar. Es ist nicht schwül, doch ich glaube an weitere Gewitter. Jeden Abend laufe ich eine Runde, die Luft riecht so gut – frisch und klar. Das Grün der Gräser, Sträucher und Bäume scheint satter. Auf Pfützen und unserem kanalisiertem Flüsschen schwimmt Pollen in einer dicken Schicht. Eine Entenmutter lotst ihre winzigen, noch ganz jungen Kücken durch die Strömung. Blütenduft von Flieder und Blauregen hängt schwer in der Luft. Woher so plötzlich?

Verabredungstaumel! Keinen hält es alleine in seiner Wohnung. Grillkohlen glühen scheinbar ohne Unterbrechung. Leute sprechen, lachen lauter. Auch die Farben sind lauter. Rot. Gelb. Rosa (ich hasse es, doch heute liebe ich es). Keine schwarzen Winterjacken mehr. Endlich. Tische auf Terrassen und Bürgersteigen sind zum Bersten gefüllt. Kellnerinnen kommen ins schwitzen.

Lauter Eindrücke prasseln auf mich ein. Wie eine Strömung umspült es mich. Manchmal tauche ich ein, schwimme mit, drehe und wende mich, muss nicht auftauchen. Manchmal stehe ich still. Es zieht an mir, stößt mich in Richtungen, rauscht über meinen Kopf. Ich sehe es, sehe vieles, aber ich kann nicht Teil sein. Ich müsste mich auflösen, doch ich bin fest.

Wer hat Leben auf doppelte Geschwindigkeit gestellt?

Bis Montag.

The Evolution of Dance

Als jemand ohne tänzerisches Ausbildung oder Talent kann ich da nur staunend den Hut ziehen. Muss außerdem eine Menge Kalorien verbrauchen.

Flachliegen für die NASA

Bettruhe Das kaum zu bändigender Bewegungsdrang nicht gerade zu meinen herausstechenden Eigenschaften zählt, dürfte Lesern meines Blogs mittlerweile bekannt sein. Selbst ich könnte mir aber keine dreimonatige Bettruhe im Namen der Wissenschaft (Blog) vorstellen. Weder aufstehen noch aufsitzen? Keine drei Tage hielte ich das aus.

~*~

Der erste Samstag meines 15+Friday Projekts ist fast vorbei und angesichts der Tatsache, dass das Projekt erst seit zwei Tagen läuft, habe ich mich zusammengerissen und weitestgehend vernünftig gegessen.

Der Kilometerzähler steht allerdings immer noch auf null (wohlgemerkt: die 15 Kilometer kommen zusätzlich zu allen Gängen, die ich sonst so erledige). Den ersten positiven Zwischenstand (und sonstige Neuigkeiten) gibt’s Montag. Schönes Wochenende!

Auch engster Raum schützt vor Bewegung nicht

Weil mein Personal Trainer (P.T.) der Meinung war, ich hätte bisher wichtige Muskelgruppen vernachlässigt, haben wir uns gestern meinen Armmuskeln gewidmet und gleichzeitig den Straßenverkehr gefährdet. Dass Frauen einfach besser multitasken können, ist seit langem bekannt.

Der Ablauf der Übung (zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren freundlichen Verkehrspolizisten):

  1. Entspannte Fahrhaltung einnehmen. Beide Hände liegen locker auf dem Lenkrad.
  2. Auf Kommando des P.T.s von der Rückbank einen Arm mit der zur Faust geballten Hand in einer schnellen Bewegung nach hinten führen.
  3. Die Sitzposition des P.T.s bestimmt die zu trainierende Körperseite.
  4. Übung beliebig oft wiederholen.

Die derart verbrannten Kalorien halfen, eine Diät aus Schokolade und italienischem Gebäck zu verschmerzen, die von Nöten war, weil man am Zielort vergessen hatte für das feiertagverlängerte Wochenende einzukaufen.

Unterbrechung des Programms

Okay, mich gibt’s Montag wieder. Have a nice weekend!

P.S. Nicht abnehmrelevant, aber was zum grinsen gibt’s hier.

Vergessen zu essen

In letzter Zeit vergesse ich häufig zu essen. Drei Beispiele des heutigen Tages:

Woran das liegt? Keine Ahnung. Ist mal eine sehr interessante Erfahrung. Essen einfach stehenzulassen, nicht sofort zu vernichten, kenne ich von mir wirklich nicht. Auf der anderen Seite macht genau dies die Sache aber auch so seltsam.

Und nein, dieses Verhalten kann für meine Rekordabnahme in der letzten Woche nicht verantwortlich sein. Ich achte schon darauf, am Ende eines Tages genug gegessen zu haben.

Mit besagter Rekordabnahme ist es übrigens seit heute vorbei. Aktueller Wiegestand: +0,5 Kilo. Wenn das nicht meine Tage sind, dann heiß’ ich Olaf.

Ein Nachmittag in der Karlsaue

Pavillon auf einer Insel in der Karlsaue.

Kassel hat zwei wunderschöne Parks: den Bergpark, vom Herkules gekrönt und die nahe der Innenstadt gelegene Karlsaue. Beide sind von Charakter und Atmosphäre grundverschieden, doch beide sind absolut sehenswert und jedem Besucher der Stadt zu empfehlen.

Nach Berg war Tapsi und mir gestern nicht wirklich zu Mute und so verbrachten wir den Nachmittag in den Karlsauen. Im Park herrscht Leinenzwang, doch seine Weitläufigkeit ermöglicht es, ruhige Wiesen zu finden auf denen man seinen Hund ableinen kann, ohne jemanden zu stören. Tapsi brauchte keine Aufforderung, um in Windeseile einen Stock für ihr liebstes Spiel, Apportieren, herbeigeschafft zu haben.

Während auf den Hauptwegen entlang der Kanäle reger Verkehr herrschte, verirrten sich nur wenige Besucher auf die schmaleren Nebenwege. Dabei gibt es hier die lauschigsten Ecken zu entdecken. Überrascht haben mich die vielen Wildgänse, die auf den Wiesen weideten und recht laut mit einander kommunizierten.

Hier ist ein Satellitenbild der Karlsaue von Google (die Bildqualität ist noch besser als bei goyellow.de). Wir sind mehr gelaufen, als man anhand des Bildes und des Wortes “Park” vermuten könnte. Leider kann ich unseren Weg nicht mehr nachvollziehen, stellt euch einfach zwei enge, sich überlappende Zickzack-Muster vor. Auch vagabundierten wir in Richtung Süden aus dem Park hinaus, die Fuldaauen entlang, was wir aber getrost hätten lassen können; der Weg (es gibt nur einen) ist, um es gelinde zu sagen, uninteressant.

Auf dem Heimweg machten wir noch einen Umweg um dringende Einkäufe zu erledigen (Tapsi wartete mucksmäuschenstill!) und als wir endlich nach Hause kamen, waren wir viereinhalb Stunden unterwegs gewesen. Das schließt eine lange Lesepause auf einer schön gelegenen Bank mit ein. Heute Morgen allerdings machte Tapsi unmissverständlich klar, dass sie für diesen Tag keine längeren Ausflüge wünschte. Daher haben wir “einen Ruhigen geschoben” und nur kleine Runden gedreht. Darf auch mal sein.

Das “Wandern” zeigt Erfolg: heute zeigte die Waage (ich bin für meine Seitensprünge vom Vorsatz “nur einmal wöchentlich wiegen” ja bekannt) 84,9 Kilo an. Und da mein Wiegetag letzte Woche ja auf Donnerstag fiel, ist dies tatsächlich die Woche mit der größten Abnahme bislang. Richtig schön, wieder die vier vorm Komma zu sehen.