Wiegetag

85,9 Kilo

Wiegetag 85,9 Kilo = +0,2 Kilo = Heul.

Mir fehlt jegliche Lust, Motivation und jeder intelligente Gedanken, mich zu dem Thema zu äußern.

It’s a beautiful day outside, da gestatte ich mir die Freiheit und exkrementier’ auf mein Gewicht.

85,7 Kilo

Wiegetag Als ich gestern bemerkte, mich nicht gewogen zu haben, stand ich vor der Wahl das Gewicht von Dienstag zu benutzen oder auf heute zu warten. Wie sich herausstellte, hat sich das Warten gelohnt – der Unterschied zwischen Dienstag und heute beträgt genau ein Kilo.

Jepp, Dienstag wog ich 86,7 Kilo. Nicht, dass ich mich über den Radikalverlust beschweren möchte (über die unweigerlich damit verbundene Radikalzunahme schon eher), aber diese Unregelmäßigkeiten nerven, nerven, nerven. Immerhin, ich (und ihr) weiß (wisst) ja, worauf das Ganze zu schieben ist.

Trotzdem und leider bin ich ein volles Pfund schwerer als letzten Mittwoch, womit wir beim ernsten Teil dieses Eintrags angekommen sind. So bequem es ist, immer eine Entschuldigung für die Ausschläge auf der Waage zur Hand zu haben, komme ich doch nicht ganz darum herum, zu bemerken, dass ich mich nun schon seit Wochen zwei Monaten in der selben Gewichtsklasse bewege. Mit Höhen und Tiefen zwar, aber ohne deutlichen Trend nach unten. Zeit, das Abnehmen proaktiver anzugehen.

Zwei Bereiche machen eine Abnahme aus: Ernährung und Bewegung. In jedem der beiden Bereiche besteht bei mir Nachhol- und Verbesserungsbedarf. In jedem der beiden Bereiche möchte ich etwas ändern. Ich fange bescheiden an:

  1. Mehr Bewegung. Das ausgiebige Gassi gehen der letzten Woche zeigte auf der Waage Erfolg, also werde ich daran anknüpfen. Auch ohne Hund. Da ich gut darin bin, zu strenge Vorgaben zu brechen um dann enttäuscht aufzugeben, habe ich mir erstmal vorgenommen, jede Woche 15 Kilometer zu laufen (=gehen), die ich sonst nicht laufen würde. Können auf die Tage verteilt werden, wie’s passt oder gefällt.
  2. Junk Food Friday. In den letzten Wochen fiel es mir zunehmend schwer, ungesundes Zeugs aus meinem Speiseplan rauszuhalten. Daher werde ich ich in der nächsten Zeit mit dem Konzept Junk Food Friday experimentieren. Ziel ist es, die meiste Zeit brav und gesund zu essen und alle süßen/fettigen/dickmachenden Gelüste auf Friday zu vertrösten. Friday gönnt man sich alles, was man möchte. Radikalsterweise, ohne dabei Punkte/Kalorien zu zählen. Mein Friday ist Samstag.

Name des Programms: 15+Friday.
Laufzeit: bis Ende Mai, Evaluation im Anschluß.
Erhofftes Ergebnis: endlich die 83 zu sehen.

0,0 Kilo!

Alzheimer oder unterbewusst gesteuertes Vermeidungsverhalten? Hatte nach dem Aufstehen vergessen, mich zu wiegen. Wird morgen nachgeholt.

85,2 Kilo

Wiegetag Minus 0,9 Kilo. Damit ist Ostern zwar noch nicht wiedergutgemacht, aber die Richtung stimmt (Abnehmende und Achterbahnfahrer sind vermutlich die einzigen, die sich über den Satz “Es geht abwärts” freuen können). Noch dazu ist dies meine bisher zweithöchste Wochenabnahme überhaupt!

Ich wäre höchsterfreut, könnte ich nächste Woche, trotz Periode, dieses Gewicht halten oder sogar ein bisschen abnehmen. Essenstechnisch bin ich zur Zeit sehr zufrieden mit mir und mit Tapsis Unterstützung sollte das doch zu schaffen sein.

He. Mir ist gerade aufgefallen, dass vermutlich kaum ein Wiegetagseintrag existiert, in dem ich meinen Zyklus nicht erwähne. Sei es in dem Zusammenhang vor, zur Zeit oder gerade vorbei. Was soll ich sagen? Ich kann von meinen Lesern nicht erwarten, sich meinen Zyklus zu merken (das gelingt mir selbst nur ungenau) andererseits gefällt es mir, etwas zu haben, das ich für die lästigen Nadelsprünge verantwortlich machen kann. Daher wird’s bei dieser Art Info bleiben. Sorry, Männer.

86,1 Kilo

Wiegetag In der Krone des Baums der unmittelbar vor meinem Fenster steht, bauen zwei Elstern ein Nest. Sie tragen gar nicht mal so kleine Äste im Schnabel, was ihrem Flug eine ungewollte Komik verleiht. Im Flug zu navigieren und längere Strecken fallen ihnen schwer und so flattern sie unbeholfen von Ast zu Ast bis zu ihrem Nest.

Im Moment fühle ich mich wie ein nestbauender Vogel. Ich werde mein Ziel erreichen, da bin ich mir sicher, aber auf dem Weg dorthin liegen viele lange, schwere, unhandliche Äste.

Die Auskunft meiner Waage (+1,7 Kilo, Miststück) hat mich gezwungen, mich mit meinen Essgewohnheiten auseinander zu setzen. Noch Montag schrieb ich, es bestünden gute Chancen, dass ich nicht allzu viel zugenommen hätte. Und in gewisser Weise hatte ich Recht, so positiv zu denken. Immerhin hatte ich mich bei allen gemeinsamen Mahlzeiten recht vernünftig benommen. Was ich außer Acht gelassen hatte, war das nächtliche Naschen.

Seit jeher ist es so, dass ich nach stressigen Tagen oder Abenden eine Zeit für mich brauche. Zum Abschalten und Nichtdenkenmüssen. Meistens geschieht dies in der Nacht, wenn jeder andere gegangen ist oder schon schläft. Dann nehme ich mir irgendein Buch, schalte die Glotze auf irgendeinen Sender und stelle mein Oberstübchen auf Durchzug. Nur – leider schien diesmal Osterschokolade zu diesem Ritual zu gehören. Schokolade für die Nerven? Ich dachte, da wäre ich drüber hinweg.

Die ganze Zeit dachte ich, och, ein gefülltes Schoko-Ei, was kann das schon ausmachen? Nur, dass es nicht bei einem Ei oder einem Stückchen oder einem Riegel blieb.

In gewisser Weise bin ich froh, meine Schokolade aufgefuttert zu haben und zu Hause zu sein, wo nur ich kontrolliere, was in meinen Kühlschrank und in meine Schränke kommt. Ich sehe die letzten Tage als Erfahrung. Schmerzhaft zwar, doch als eine Erfahrung von der ich lernen kann und will. Beim nächsten Mal weiß ich, worauf ich (neben vielen anderen Dingen) achten muss.

In nächster Zukunft stehen einige Obsttage auf dem Programm.

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J. hat sich gemeldet. Sie ist, nach einer zusätzlichen Zwischenlandung in Melbourne wegen Maschinenschadens, heil in Sydney gelandet

84,4 Kilo

Wiegetag Als ich diesen Eintrag begann, herrschte draußen Weltuntergangsstimmung. Zuerst bemerkte ich eine eigenartige, unheimliche Lichtstimmung. Dann folgte ein Wolkenbruch, als hätte die nächste Sinnflut begonnen. Dabei sind die Neuigkeiten, die ich heute zu berichten habe, gar nicht schlecht.

Heute hat sich die Waage für 84,4 Kilo entschieden. Das ist eine Gesamtabnahme von vier Kilo. Es geht wieder abwärts! Langsam zwar, aber ich nehme, was kommt. Wenn ich ehrlich bin, habe ich mehr (im Sinne von weniger) auch nicht verdient. Ich treibe keinen Sport, nasche viel (bleibe aber meistens im Punkterahmen), bin auch sonst nicht äußerst aktiv. Da darf ich wohl keine wasserfallartigen Stürze meines Gewichts erwarten.

Ostern werde ich mit meiner Familie verbringen – ich bin gespannt auf die abnehmtechnischen Implikationen. Wir haben zum Glück schon entschieden, das Treffen diesmal nicht in eine einzige, tagelange Fressorgie ausarten zu lassen. Ausschlaggebender Faktor war zwar nicht Kalorienbewusstsein (meine Familie weiß bisher nichts von meinen Abnehmplänen) sondern Stressverminderung, doch natürlich kommt das meinen Plänen sehr gelegen.

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Meine Oma erfuhr gestern überraschend, dass sie Donnerstag an einem Auge operiert werden muss, um eine Erblindung aufzuhalten. Die OP geschieht mit ganz neuer Lasertechnik und der Professor ist, soweit ich weiß, deutschlandweit der einzige, der sie anbietet. Wenn alles wie geplant verläuft, wird sie Freitag entlassen und kann Ostern bei uns verbringen.

Da ihr noch vor wenigen Monaten gesagt worden war, die Verschlechterung ihrer Sehkraft sei nicht aufzuhalten, ist auch dies eine gute Nachricht.

Wenn ihr morgen einen Moment Zeit habt, würde ich mich über einen Stoß positiver Energie in Richtung des Essener Uniklinikums freuen.

84,8 Kilo

Wiegetag Fast wäre der 5. April 2006 als der Tag in die Geschichte eingegangen, an dem ich zum ersten Mal der Selbstverpflichtung, hier wöchentlich mein Gewicht festzuhalten, nicht nachgekommen wäre. Offenkundig ist diese Gefahr zunächst noch einmal gebannt, doch es bedurfte eines hartnäckigen schlechten Gewissens, welches mich nicht zur Ruhe kommen ließ.

Als ich mich nach dem Aufstehen auf die Waage stellte und diese 85,0 Kilo anzeigte, ergab sich eine kurze aber heftige Mensch-Technik Diskussion, in der ich meine Glaswaage an den Bestandteil “Glas” in ihrem Namen erinnerte und daran, was mit Glas passiert, wenn es mit genügend Energie auf härtere Materialien trifft. Die Drohung muss gewirkt haben, denn beim zweiten Waaggang, wog ich plötzlich 84,8 Kilo, eine Zahl, die sich in zwei kurzfristig angesetzten Überprüfungen bestätigte.

100 Gramm in zwei Wochen. Nicht gerade zum Freudensprünge machen. Ich weiß, die Zahl ist nicht unbedingt aussagekräftig, schließlich habe ich mich die letzten Tage täglich gewogen. Besäße meine Waage keine Digitalanzeige, sondern eine Nadel, könnte man die Ausschläge durchaus mit denen einer wild gewordenen Kompassnadel vergleichen. Munter tanzte sie zwischen 84,6 und 86,0 Kilo umher. Ich wünschte nur, heute wäre sie bei 84,6 geblieben.

Vermutlich ist dies der Nachteil eines wöchentlichen Wiegeplans. Während bei kontinuierlicher Abnahme die Ausfälle nach oben nicht zu sehen sind, sieht’s in weniger kontinuierlichen Momenten so aus, als täte sich gar nichts.

Nun ja, mit etwas Glück ist heute der letzte Tag meiner Regel. Ich hoffe auf schönere Zahlen in der nächsten Woche.

85,9 Kilo

Wiegetag Ein Kilo mehr als letzte Woche. Keine Überraschung, denn meine Periode hat begonnen.

Das Gute daran, alles was man isst aufzuschreiben, ist, dass man sich bei so einer Zunahme absolut sicher sein kann, nichts falsch gemacht zu haben. Manchmal bleibt einem nur, mit den Schultern zu zucken und der Natur ihren Lauf zu lassen. (Ungerecht: Männer nehmen ohnehin schon schneller ab UND haben keine Periode. Einfach nicht fair.)

Tatsächlich ist das Kilo ziemlich im Rahmen dessen, was ich von mir kenne. Die letzten Wiegetage hatte ich das Glück, von der Waage immer in leichten Momenten erwischt worden zu sein. Doch wie ich ja schon zugegeben habe, wiege ich mich durchaus öfter (nicht täglich, aber fast) und kann daher mitteilen, dass mein Gewicht oft ziemlich stark schwankt.

Das Kilo ist okay. Nicht berauschend, nicht besonders motivierend, aber okay.

84,9 Kilo

Wiegetag Wow, es hagelt Erfolgsmeldungen! Nachdem ich letzte Woche den ersten Stern erhalten habe, kann ich heute stolz das Knacken meines ersten Etappenziels verkünden: 84,9 Kilo!

Schon erstaunlich, welche Wirkung Zahlen auf einen haben können. Klar bin ich der Meinung, dass persönliches Wohlbefinden ein besserer Indikator für den Erfolg einer Ernährungsumstellung sein sollte, als das Stauchen digitaler Ziffern einer Badezimmerapplikation. Dennoch: diese 84(,9) macht mich verdammt glücklich.

Ich wäre vermutlich nicht ich, wenn ich diesen Erfolg lange genießen könnte, ohne zu befürchten, das nächste Woche wieder die 5 vorm Komma stehen wird. Dämlich? Du sagst es. Ich mir selbst übrigens auch. Hoffe, es hilft.

Das positive Ergebnis täuscht darüber hinweg, dass aus der Aufgabe, die ich mir gestellt hatte (mehr auf meine Ernährung zu achten, vor allem regelmäßiger zu essen), nicht viel geworden ist. Immer noch esse ich entweder zuviel, besonders zuviel ungesundes Zeug, oder aber zu wenig.

Aus diesem Grund öffne ich seit gestern gleich beim Start des Computers eine Datei und lege mir gleichzeitig mehrere Schmierzettel mit Stiften zurecht, so dass mir wirklich keine Ausrede bleibt, die Punkte nicht aufzuschreiben.

85,4 Kilo

Wiegetag Mit 85,4 Kilo begrüßte mich meine Waage heute. Das sind 500 Gramm weniger als letzten Mittwoch und eine Gesamtabnahme von drei Kilo. Oder, in Weight Watchers Terminologie, mein erster Stern.

Mein Essverhalten letzte Woche war etwas merkwürdig, vor allem Appettitlosigkeit, die ich von mir eigentlich nicht kenne. Gestern beispielsweise, hatte ich morgens ein Marmeladenbrötchen gegessen und fand mich abends mit einer Tüte Haribo im Kino wieder, ohne in der Zwischenzeit etwas gegessen zuhaben. Mein Tag war eigentlich nicht so stressig, dass ich vor lauter Beschäftigung einfach vergessen hätte, zu essen. Ich ähnlicher Form, wenn auch nicht ganz so extrem, verliefen mehere Tage der letzen Woche.

Mein Ziel für diese Abnehmwoche ist es daher, regelmäßiger zu essen und mein (sträflich vernachlässigtes) Pointstagebuch gewissenhaft zu führen.