85,8 Kilo

Wiegetag Minus 100 Gramm also. Das ist besser, als es aussieht, denn diese Woche spielte meine Waage mir Streiche. Zwischendurch war mein Gewicht auf 87 Kilo geklettert. Warum? Ich weiß es nicht. Am Tag zuvor hatte ich einen heftigen Chips-Fressanfall (ja, das macht diese Woche zwei) doch dürfte der eigentlich kein ganzes Kilo Zunahme bewirken. Jedenfalls waren die Zahl 87 und ein Zufallsfund im Internet Anlass, die neue Wunder-Diät (die keine Diät ist) auszuprobieren. Ich werde spätestens Freitag mehr darüber schreiben. Versprochen.

Ich bin auf mein Gewicht morgen früh gespannt. Heute habe ich wenig gegessen und, schlechter Planung sei Dank, fünf Stunden auf leeren Magen demonstriert. Die Strecke war nicht sooo lang, ca. sechs Kilometer, aber es war warm und ich bin viel gelaufen oder habe mir alternativ die Beine in den Bauch gestanden. Dazu kommt das Spielchen hinsetzten, aufstehen, weiterlaufen und zwischendurch ein kleiner Dauerlauf (keine Angst, ich war ganz friedlich!). Jetzt bin ich rechtschaffen k.o.

Rückblickend bin ich mit der vergangenen Woche mehr zufrieden als unzufrieden. Die Fressattacken ärgern mich. Warum zum &§%=! habe ich das Zeug überhaupt gekauft? Der Junk Food Friday-Anteil meines Projekts 15+Friday liegt offensichtlich noch im argen. Andererseits habe ich mich brav regelmäßig bewegt und mein Wochenziel von 15 Kilometern erstmalig geschafft. Darauf bin ich stolz. Letztlich zeigt das Ergebnis in die richtige Richtung. Drüber freue ich mich und wünsche mir das gleiche für die nächste Woche.

Aus der Reihe So nicht, liebe Kinder: Tortilla-Chips.

Tortilla-Chips

Auch eine Methode, seine Tagesration Points zu verbrauchen. Man nehme eine Tüte Tortilla-Chips, eine halbes Schälchen Käse-Dipp, et voilà. :-(

Es geht

Sportschuh Ich bin positiv überrascht von mir: Jeden der vergangenen vier Tage konnte ich mich dazu aufraffen, 3-4 Kilometer zu laufen. Go, me! Strecken- oder Geschwindigkeitsrekorde werde ich vorerst nicht brechen, aber jeder fängt mal klein an, sacht meine Mutta imma.

Letzte Woche habe ich tatsächlich den Tchibo-Schrittzähler gekauft und kann eine hochmotivierende Wirkung feststellen. Während des Gehens schiele ich ab und zu oft auf die Anzeige (muss dazu allerdings mein Shirt hochkrempeln, was wenig elegant aussieht) um mir den neusten Zwischenstand zu holen. Werden dann, sagen wir mal, 5100 Schritte angezeigt und ich bin fast zu Hause, dann dreh ich noch ne Runde extra um den Block, um auf 5500 zu kommen. So kleckern sich die Kilometer auch zusammen.

Wichtig ist, Abwechslung in die Strecken zu bringen. Jeden Tag der selbe Weg langweilt mich zur Aufgabe. Heute führte mich mein Weg in die Innenstadt und dort die gesamte Fußgänger-Einkaufszone hoch und eine Parallelstraße wieder runter. Das war nur möglich weil a) es kurz vor Ladenschluss war und nicht mehr viele Leute im Weg rumstanden unterwegs waren und b) ich gehe, nicht walke, und deshalb ganz normale Kleidung tragen kann. In voller Sportaufmachung durch die Innenstadt zu ziehen wäre nicht mein Ding. (Nicht aus Eitelkeit sondern wegen eines üblen Blamage-Ticks).

Die Waage hat dazu auch eine Meinung, doch da a) (ich hab’s heute mit alphabetischen Listen) noch nicht allzuviele Tage vergangen sind und b) meine Waage sich von Tag zu Tag recht wankelmütig zeigen kann, die Zicke, gebe ich da nicht viel drauf. Außerdem c) könnte es sein, dass meine selbstlose Aufopferung für die Abnehm-Blogosphäre als Selbstversuchskaninchen im Test einer neuen Mode-Diät (die aber keine Diät ist)1, verzerrenden Einfluss auf das Wiegeergebniss hat.

Mit der Bilanz der letzten Tage bin ich zufrieden und zuversichtlich, dass es vergleichbar gut weitergeht.

1Mehr dazu in nicht allzulanger Bälde.

Lebendig

Heftige Gewitter, viel Regen. Spannung ist immer noch greifbar. Es ist nicht schwül, doch ich glaube an weitere Gewitter. Jeden Abend laufe ich eine Runde, die Luft riecht so gut – frisch und klar. Das Grün der Gräser, Sträucher und Bäume scheint satter. Auf Pfützen und unserem kanalisiertem Flüsschen schwimmt Pollen in einer dicken Schicht. Eine Entenmutter lotst ihre winzigen, noch ganz jungen Kücken durch die Strömung. Blütenduft von Flieder und Blauregen hängt schwer in der Luft. Woher so plötzlich?

Verabredungstaumel! Keinen hält es alleine in seiner Wohnung. Grillkohlen glühen scheinbar ohne Unterbrechung. Leute sprechen, lachen lauter. Auch die Farben sind lauter. Rot. Gelb. Rosa (ich hasse es, doch heute liebe ich es). Keine schwarzen Winterjacken mehr. Endlich. Tische auf Terrassen und Bürgersteigen sind zum Bersten gefüllt. Kellnerinnen kommen ins schwitzen.

Lauter Eindrücke prasseln auf mich ein. Wie eine Strömung umspült es mich. Manchmal tauche ich ein, schwimme mit, drehe und wende mich, muss nicht auftauchen. Manchmal stehe ich still. Es zieht an mir, stößt mich in Richtungen, rauscht über meinen Kopf. Ich sehe es, sehe vieles, aber ich kann nicht Teil sein. Ich müsste mich auflösen, doch ich bin fest.

Wer hat Leben auf doppelte Geschwindigkeit gestellt?

Bis Montag.

Internet liebt Atkins nicht mehr

Vergleich des Suchvolumens nach "Atkins" und "Weight Watchers"

Beim Spiel mit Google Trends, habe ich spaßeshalber das Suchvolumen nach den Begriffen “Atkins” und “Weight Watchers” verglichen. Ergebnis: nach einem Höhenflug Anfang 2004 fiel Atkins steil und tief und befindet sich mitlerweile deutlich unter Weight Watchers Niveau. (Immer noch viel zu gut, wie ich meine.)

Kampf dem Schweinehund!

Ehrenwerte Leser, aufrechte Bürger Kleinbloggersdorfs

Der edle Herr Franco ließ mir die Nachricht zukommen, er suche Mitstreiter im Kampf gegen einen wahrhaft schrecklichen Gegner, den Schweinehund. Es graust und zittert mich, das Wort nur auszuschreiben, habe ich doch selbst vor nunmehr einer Woche den Fehdehandschuh geworfen und befinde mich seitdem in erbitterter Schlacht mit dem Untier. Noch lebe ich! Doch, so muss ich mit schwerem Herz bemerken, mein Gegner steht und ist kaum angeschlagen.

Schamesröte stieg in meine Wangen, als ich den Schlachtplan Herrn Francos studierte. Wie Schuppen viel es mir von den Augen! Wo der Einzelne versagt, ist das Werk einer Gemeinschaft gefragt. Gemeinschaft, das Wort sollte keinem Blogger ein Fremdwort sein. Fließt denn nicht das Motto „Nur gemeinsam sind wir stark!“ wie Blut durch unsere Adern?

Wohlan, noch ist es nicht zu spät, Versäumtes nachzuholen. Mit genau gesteckten Zielen und strenger Disziplin, muss es machbar sein, die Bestie zu erlegen. Welches Höllentier hielte schon Stand, gegen die vereinte Macht zahlloser Pedometer, Walkingstöcke und Drahtesel? Daher, ihr Damen und Herren, schließt Euch uns an! Sagt an, in Euren eignen Heroldsblättern, welch Teil zu leisten Ihr bereit seid und wie viel Zeit Eure Attacke in Anspruch nehmen wird. Regelmäßig wollen wir dann zueinander finden um den Frontverlauf vergleichen.

Wer aber sein Versprechen nicht erfüllt, soll nicht aus dem Heer verstoßen werden – dazu ist unsere Schar Verwegener zu klein. Mit Fug und Recht jedoch, erwarten wir Beweise, dass er oder sie bereit ist, den Kampf mit voller Stärke und Geisteskraft wieder aufzunehmen. Ein schneller Lauf in das fünfte Stockwerk eines Hauses und ein öffentlicher Aushang in Reimform, werden als ausreichend betrachtet, so meine Mitstreiter nicht härtere Strafen fordern.

Mein Abschiedsgruß enthält die feste Überzeugung, dass wir das Monstrum gemeinsam bezwingen werden, solange unser Glauben nur stark und unser Wille ungebrochen ist.

The Evolution of Dance

Als jemand ohne tänzerisches Ausbildung oder Talent kann ich da nur staunend den Hut ziehen. Muss außerdem eine Menge Kalorien verbrauchen.

85,9 Kilo

Wiegetag 85,9 Kilo = +0,2 Kilo = Heul.

Mir fehlt jegliche Lust, Motivation und jeder intelligente Gedanken, mich zu dem Thema zu äußern.

It’s a beautiful day outside, da gestatte ich mir die Freiheit und exkrementier’ auf mein Gewicht.

Helfende Leser und ein Jubiläum

Bloggen hilft. Oder hieße das besser, Blogleser helfen? Da schrieb ich im letzten Eintrag über meine Schwierigkeiten, einigermaßen genaue Entfernungsangaben machen zu können und -schwupps!- schon sprang mir in den Kommentaren jemand zu Hilfe.

map24nav.png Claudia hat den guten Tipp, doch mal Tchibos aktuellen günstigen Schrittzähler anzuschauen, woraufhin Ursel gleich für die Qualität eines anderen Tchibo-Models bürgt und zusätzlich auf die Entfernungsmessfunktion (??? Anträge zum Unwort des Jahres sind hier einzureichen) von map24.de verweist.

Ursel selbst träumt von einem kleinem Rädchen zum Abfahren der Strecke auf der Karte, verschwindet in den Tiefen des Internets um nach der richtigen Bezeichnung zu suchen und als sie zu den Kommentaren zurückkehrt (Kartenrad oder Kartenmesser) besiegelt sie den 100. Kommentar!

Danke schön und Happy Abnehmblogging, everyone!

Wie weit ist *so* weit?

Sportschuh Klick klock, klick klock, klick klock.

Das Prasseln hoher Absätze vor meinem Fenster erinnert mich an die Kilometer, die noch darauf warten, von mir gelaufen zu werden. Bis mein Wochenziel (15 km) erreicht ist, bleibt noch einiges zu tun.

In meheren Runden um den Block mit etlichen Schleifen und Schnörkeln habe ich gestern ca. 3,5 Kilometer zurückgelegt und mir die selbe Kilometerzahl (aber eine andere Strecke) für heute vorgenommen. Ein bisserl schwierig ist es, präzise Angaben zur tatsächlich zurückgelegten Strecke zu machen. Am Bildschirm und angesichts der Schleifen und Schnörkel fällt meine Bindfadentechnik (Länge des Bindfadens ist soundsoviel Meter) flach. Irgendwo habe ich einen altmodischen papierenen Stadtplan, doch wo?

Gadgetverliebt wie ich bin, hat sich jetzt der Gedanke an ein Pedometer in mir festgesetzt. In meiner Bewegungsklasse vermutlich völliger Overkill – aber, aber, aber: Digitale Ziffern! Statistiken! Kein Selbstbetrug!

Ähem. Habe mir Spontankäufe strengstens verboten.